You may have to Search all our reviewed books and magazines, click the sign up button below to create a free account.
This book presents an analysis of the impact of the social crisis on the well-being of children and adolescents in Europe. Focusing on the fields of health, employment and social status, this book highlights that the impact of crisis has to be viewed in light of the state policies in reaction to crisis. Chapters in the book offer new perspectives of a reflexive crisis research objectifying crisis and analyzing what is referred to as crisis by whom, how, for what purposes and with which implicit or explicit solutions. This book offers empirical evidence and unique analytical approaches in the field of a child- and adolescent-oriented crisis research.
Following the 2008 economic crisis, the situation for young people deteriorated dramatically in many European countries. Employment and training opportunities have reduced, and levels of poverty and social exclusion have increased. This book evaluates both institutional frameworks and programmes as well as the quantitative and qualitative basis of judgements in European youth policies that dominate current strategies. This book evaluates both institutional frameworks and programmes as well as the quantitative and qualitative basis of judgements in European youth policies.
How can employment policies support young people entering the labour market? Alban Knecht analyses the changes in political discourses and social-political measures with regards to employment promotion for disadvantaged young people in Austria. Against the background of his resource theory, he discusses measures such as inter-company apprenticeships, youth guarantee, and compulsory training and illustrates the impact that the social investment paradigm as well as the capability-orientated, neoliberal, and right-wing populist approaches may have on the practical work of professionals and on the young people concerned.
Mit der Entwicklung ressourcenorientierter Behandlungsprogramme wurde auch in der Suchttherapie ein Paradigmenwechsel eingeleitet: Es steht nicht mehr nur die Abhängigkeit im Mittelpunkt, sondern der suchtkranke Mensch selbst mit all seinen Schwächen, aber auch Stärken und Potenzialen. Dieses Buch bietet einen Überblick über die theoretischen Grundlagen und die Anwendung des "Orpheus-Programms", das als Prototyp individualisierter ressourcenorientierter Suchtbehandlung seinen Schwerpunkt auf die Anreicherung des Lebens mit so viel Freudvollem und Schönem wie möglich setzt. Auf diese Weise sollen die ersten Schritte in ein neues, selbstbestimmtes und erfülltes Leben gelingen, dessen Freuden die "Sirenenrufe" der Suchtmittel übertönen, damit ein nachhaltiger Suchtmittelverzicht gelingen kann.
Über das Konzept der Lebensqualität des Volkswirts und Philosophen Amartya Sen bin ich erst vor einigen Jahren gestolpert. Nachdem mich die Weltfremdheit vieler volkswirtschaftlichen Modelle schon in meinem Studium beschäftigt hatte, fing mich Sens „neuer“ Ansatz, der mit Begriffen wie Fähigkeiten, Handlun- möglichkeiten und eben Lebensqualität hantiert, an zu faszinieren. Tatsächlich waren Sens Gedanken gar nicht mehr so neu, sondern gingen auf die Mitte der 80er Jahre zurück. In Deutschland wurde Sen jedoch erst ab Ende der 90er v- stärkt rezipiert – und zunächst auch nur innerhalb seiner eigenen Fächer Philo- phie und Volkswirtschaft. Ich bekam schon bald den Eindruck, da...
Der kanadisch-amerikanische Ökonom John Kenneth Galbraith (1908-2006) gilt als einer der profiliertesten Kommentatoren von Wirtschaft und Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Anne-Kristin von Dewitz untersucht seine Beziehungen zu Deutschland von den 1940er bis 1970er Jahren und beleuchtet seine Position als öffentlicher Intellektueller. Als Experte mit Gestaltungsmacht gelang es Galbraith, in den Jahrzehnten nach dem Krieg Einfluss auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik zu nehmen. Galbraith‘ Bücher und Reden fanden viel Resonanz, vor allem im Kontext der kritischen Betrachtung des neuen Wohlstands seit den 1960er Jahren. Warum fanden seine Worte so starken Widerhall? Welche Parteien und Gruppierungen waren an seinen Perspektiven interessiert und aus welchen Motiven? Die Analyse seiner Schriften und Korrespondenzen sowie seiner medialen und politischen Rezeption nimmt das Wirken Galbraith‘ – auf Basis bislang ungenutzter Quellen – neu in den Blick.
Anja Reinecke-Terner untersucht ethnografisch im Rahmen der Grounded Theory das Handlungsfeld Schulsozialarbeit. In Anlehnung an Konzepte von Erving Goffman und Jürgen Zinnecker beschreibt sie, wie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter mit ihren Praktiken eine „Zwischenbühne“ zwischen Vorderbühne (Unterricht) und Hinterbühne (Rückzugsorten) herstellen. Dabei bewegen sie sich zwischen Personen, Rollen, Räumen, Zeiten, Interessen, Verfahren und Kommunikationsformen. Je nach Anlass arbeiten sie mal der Vorderbühne zu oder werden Teil dieser, mal handeln sie am Rand der Hinterbühne. Diese Ambivalenzen zeigt die „Zwischenbühne“ auf und regt zur weiteren Diskussion an.
In diesem Buch untersucht die Autorin das Thema Schamdynamiken in der stationären Betreuung Jugendlicher, indem sie ethnographisch erhobene Interaktionsverläufe und qualitative Interviews interpretiert. Es werden verschiedene Fälle analysiert, in denen unter anderem das Spannungsfeld der emotionalen Belastung von Fachkräften und ihre pädagogischen Handlungsspielräume eine Rolle spielen. Außerdem gibt die Studie Aufschluss über den Umgang mit der Ausübung von Gewalt aus der Sicht Jugendlicher oder mit den Folgen suizidalen Verhaltens. Der Ausdruck von Scham durch die Jugendlichen, der Fachkräfte sowie auch das Schamempfinden der Forschenden sind hierbei Anhaltspunkte, von denen aus Kontraste und strukturelle Zusammenhänge in den Daten gefunden werden. Bei der Interpretation werden soziologische Affekttheorien einbezogen, die betonen, dass ein dichotomes Verständnis von Affekten als nur positiv oder negativ deren komplexer Funktion nicht gerecht wird. Damit leistet das Buch einen Beitrag zum Verstehen des sozialen Sinns von Affekten und macht die Affektforschung für die Sozialpädagogik fruchtbar.
Das Buch bietet einen praktischen Einblick in zahlreiche Anwendungsfelder qualitativer Sozialforschung. Die Autor*innen setzen sich mit methodischen und methodologischen Fragen, Debatten und Diskursen auseinander und behalten dabei konkrete Projekte und Forschungsgegenstände im Blick. Der kompakte Überblick über die vielfältigen qualitativen Methoden und ihre jeweilige Einbettung in einen Anwendungszusammenhang machen das Buch zu einem praktischen Ratgeber für die verschiedenen Fachdisziplinen innerhalb der Sozial- und Kulturwissenschaften.