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Das Konzept "Jugendkirchen", welches sich im beginnenden 21. Jahrhundert in der Kirchenlandschaft etablierte, ist in den vergangenen Jahren reichlich diskutiert und mit einer Vielzahl von Potenzialen in Verbindung gebracht worden. Jugendkirchen wollen jungen Generationen einen Zugang zu Spiritualität und religiösen Fragen ermöglichen. Doch was können Jugendkirchen in der Praxis leisten? Welche Potenziale sowie Grenzen sind in den letzten zwanzig Jahren ersichtlich geworden? Die empirische Studie erforscht mittels Experteninterviews, welche Perspektiven Heranwachsenden in evangelischen Jugendkirchen zur Entdeckung des Glaubens geboten werden. Kann das Konzept sogar als eine Möglichkeit angesehen werden, die Distanz zwischen Jugend und Kirche zu verringern?
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Es gibt in pastoralen Kreisen ein schönes, immer wieder gern genutztes Wort, das heißt: "Die Jugend ist ja die Zukunft der Kirche." Da sind sich alle einig. Und es schließen sich zwei Konsequenzen an: Da man ja die eigene Zukunft zu fördern hat, sollte man auch die Wünsche des Jugendkaplans, der Jugendreferentin oder der Jugendverbände großzügig unterstützen. Und zweitens: Da 'die Jugend' so erkennbar anders und immer mehr scheinbar auch gar nicht so Kirche ist wie man selber, macht man sich große Sorgen um die Zukunft. "Wo soll das enden, wenn es schon so anfängt?", fragt man sich - und reiht sich ein in die jahrhundertealte Reihe all jener Lehrer, Philosophen, Professoren, Elter...
Das Erleben von Atmosphären ist zentral für religiöse Praxis, denn sie sind ein ausschlaggebender Faktor für das Fortbestehen oder Scheitern religiöser Vergemeinschaftung: Wenn Transzendenz für religiöse Akteure nicht auch atmosphärisch verfügbar gemacht wird, können religiöse Innovationen kaum Anziehungs- und Bindungskräfte entfalten. Martin Radermacher entwickelt erstmals ein religionswissenschaftliches Atmosphärenkonzept in theoretischer und methodischer Hinsicht. Empirisch stehen katholische Initiativen in Deutschland im Mittelpunkt. Diese präsentieren Zugänge zum christlichen Glauben, die überkonfessionell sowie niedrigschwellig angelegt und von einer »besonderen Atmosphäre« geprägt sind.
In vier Teilen beschäftigt sich Rebecca John Klug mit dem Spannungsverhältnis von Kirche und jungen Erwachsenen. Bei der Klärung des Begriffs junge Erwachsene bemüht sie sich um soziologische Perspektiven, die andere Kriterien als das des Alters anführen. Es folgt die Auseinandersetzung mit der neuen Vielfalt kirchlicher Sozialformen als Ergänzung zum parochialen Gemeindemodell und ausgehend davon die Bestimmung der wesentlichen Merkmale von Kirche bzw. Gemeinde. Im Rahmen einer explorativen Studie fokussiert die Autorin anschließend von jungen Erwachsenen maßgeblich geprägte Ausdrucksweisen des christlichen Glaubens: Inwiefern zeigen sich hier diese Merkmale? Mit der sogenannten "Ekklesiomatrix" präsentiert Klug eine neu entwickelte Kriteriologie, anhand derer sie jedes Merkmal untersucht. Insgesamt macht das Buch deutlich, dass es ein Kirche gestaltendes Potential junger Erwachsener gibt, dem in den vorfindlichen kirchlichen Ausdrucksweisen und Angeboten der entsprechende Gestaltungsraum fehlt.
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Nachdem die Forschung im Bereich der Kindertheologie seit rund einem Jahrzehnt intensiv betrieben wird, ergeben sich nun auch Grundfragen für die Herausforderungen und Möglichkeiten einer Jugendtheologie. Dabei würde eine bloße Fortführung der bisherigen Studien den Eigenheiten des Jugendalters und seiner theologischen Suchbewegungen nicht gerecht. Der erste Band des "Jahrbuchs für Jugendtheologie" will einen Anstoß für die zukünftige Forschung und Praxis geben. Es werden theologische und religionspädagogische Grundlagen zu einer möglichen Theologie von und mit Jugendlichen sowie einer Theologie für Jugendliche gelegt und zugleich Impulse für die Praxis im schulischen und kirchlichen Bereich gegeben. Die Reihe richtet sich an Mitarbeitende in Schule, Kirche und Hochschule sowie an Verantwortliche in der religionspädagogischen Aus- und Weiterbildung.
Das Verhältnis von Jugend und Kirche kann als wechselseitig (an)gespannt und als spannungsreich bezeichnet werden - so nimmt man es jedenfalls häufig in der Praxis wahr. Aber was steckt hinter dieser Vermutung? Die Beiträge führen für verschiedene Länder Europas aus, wie die kommende Generation Kirche und Gemeinde als prägende Räume eigener religiöser Erfahrungen wahrnimmt, was Jugendliche an Kirche interessiert und fasziniert, was sie irritiert und abschreckt und was sie sich von kirchlichen und gemeindlichen Akteuren und deren Botschaften kommunikativ erwarten.
In einer wirklich existentiellen Krise scheint die wissenschaftliche Theologie in unseren Breiten nicht zu sein. Sie funktioniert kirchlich wie universitär ebenso gut wie weitgehend geräuschlos. Gerade dieser Normalbetrieb lässt fragen: "Was fehlt?" Was fehlt, bezogen auf ihren Gegenstand und ihre grundlegende Aufgabe? Dieser Frage gingen zu Ehren des emeritierten Eichstätter Philosophen und Theologen Alexius Bucher im Herbst 2014 Schüler, Freunde und Kollegen beider Fächer nach. Es geht darum, wie man sich Theologie auch anders vorstellen könnte und welche Themen dann anstünden. Es geht darum, über das gegebene Design der Theologie hinaus zu denken und einen Möglichkeitsraum zu eröffnen, der sich nicht an dem orientiert, was ist, sondern an dem, was sein könnte und begründet sein sollte. Dass der Blick in den Rücken der eigenen Arbeit nur versuchsweise, exemplarisch und mit großem Risiko möglich ist, ist offenkundig. Der vorliegende Band zeigt, dass er sich dennoch lohnt.
Inwiefern beschäftigen sich Studierende des Lehramts Theologie mit theologischen Fragen? Carolin M. Altmann entwickelt die »Theorie der Auseinandersetzung Studierender mit theologischen Fragen«, welche aufzeigt, dass Lehramtsstudierende der Theologie tatsächlich vielfach Motivation(en) mitbringen, sich über eigene theologische Positionen bewusst zu werden und diese weiterzuentwickeln, um so ihre Identität zu formen und zu sichern. In einem zweiten Schritt fragt die Autorin danach, inwiefern eigenes theologisches Nach- und Mitdenken das konkrete Leiten Theologischer Gespräche beeinflussen kann. Anhand von Gesprächstranskripten verdeutlicht das »Erweiterte Rollenmodell der Leitung The...