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Wenn Menschen sterben, stellt dies für Angehörige und Freunde eine Zäsur dar. Sie trauern. In dieser Situation treffen sie mit professionellen Ritualleitenden in Bestattungsgesprächen aufeinander, um vom Leben und Sterben zu erzählen und um den Abschied zu gestalten. Durch den Wandel der Bestattungskultur sind Bedeutung und Komplexität dieser Gespräche gestiegen. Die Gestaltung einer Bestattung soll besonders, soll biographisch passend sein. In dieser qualitativ-empirischen Studie wird gesprächsanalytisch untersucht, wie erzählerische und ritualgestalterische Bezugsprobleme von den Beteiligten kommunikativ gelöst werden und welche Konflikt- bzw. Lösungspotenziale bestehen. Dies zielt auf die Arbeit an einer empirisch grundgelegten Praktischen Theologie des Bestattungsgesprächs.
Mit dem Wandel der Bestattungskultur verändert sich auch die kirchliche Bestattungspraxis. Das Buch informiert über neuere praktisch-theologische Ansätze und deren Erkenntnisgewinn für die Praxis. Es beschreibt das spannungsreiche Praxisfeld zwischen den Bedürfnissen der Trauernden, den Dienstleistungen der Bestatter*innen und den kirchlichen Anliegen. Für das praktische Handeln werden Impulse anhand von Fallbeispielen gegeben. Diese helfen, eigene Handlungsspielräume auch in Konfliktsituationen und strittigen Fragen zu erweitern. Pfarrer*innen, Vikar*innen und Prädikant*innen erhalten konkrete Anregungen für Gottesdienst, Predigt und neue Formen der Trauerbegleitung. Ebenso werden besondere Herausforderungen bedacht, so etwa das Bestatten von Sternenkindern, interreligiöse Trauerfeiern oder Tierbestattungen.
Christlich-religiöse Praxis ist in vielfältiger Weise auf die Alltagswelt bezogen. Der Alltag fungiert als Kontrastfolie, gegenüber der sich christliche Frömmigkeitspraxis, wie etwa die Feier des Gottesdienstes, heilsam unterbrechend abhebt. Er stellt Blaupausen für die pastorale Praxis bereit; etwa in Form privater 'Alltagsseelsorge', in der die Themen und Vorgehensweisen professioneller Seelsorge vorgeprägt sind. Vielfach besitzt der Alltag aber auch selbst eine religiöse Signatur, man denke an religiöse Praxisformate, die in den Alltagsroutinen des Tagein-Tagaus ihren Ort haben - Formen privater Gebets- oder Erbauungspraxis, aber auch weniger eindeutige Formate 'gelebter Religion'. Zu denken wäre auch an Gehalte religiösen Praxiswissens und Formate einer religiösen Reflexions- und Kommunikationskultur, die in die Alltagswelt eingelagert sind und sich in Gesprächsanalysen nachzeichnen lassen. Ziel des vorliegenden Bandes ist es, die vielfältigen Bezüge zwischen Alltagswelt und christlich-religiöser Praxis zu identifizieren, zu analysieren, zu reflektieren und schließlich für eine alltagsweltsensible praktisch-theologische Theoriebildung fruchtbar zu machen.
Gegenreligion widersteht dem Fundamentalismus. Sie bedarf einer Bildung, deren Religiosität sich als humane Beziehung darstellt. Bildung ist eine Form von Kultivierung, die die Ansprüche des Fremden achtet, Lernen orientiert sich am Wert der Differenz. Religionspädagogik gründet in einer Lernkultur der Gegenseitigkeit. Konkrete Lernentscheidungen sind nicht schlüssig, sondern experimentell. An vielen Beispielen umkreist experimentelle Didaktik Fragen und Probleme, bedenkt Erfahrungen wieder und wieder und verfolgt dabei Spuren im Unwegsamen. Diese Art von Bildung und ihre Religion sind unterwegs, sonst könnten sie weder Bildung noch Religion sein. Ihre Grundfrage ist, wie sich in multikultureller Lebenswelt verantwortlich denken und handeln lässt.
Alltagsdinge und Artefakte rücken im Kontext der Forschung zur materiellen Kultur zunehmend in den Fokus der Praktischen Theologie. Der vorliegende Band verortet sich in diesem interdisziplinären Diskurs und verbindet den performative und material turn in den Kulturwissenschaften mit spezifisch praktisch-theologischen Fragestellungen. Die Beiträge reflektieren Grundlagen des Diskurses und stellen aus unterschiedlichen theologischen Fachperspektiven Dinge wie z.B. Becher, Kreuz, Brot, Tintenfass, Glocke, Salböl, Kerze, Kanzel, Losungsbuch, Kalender, Sitzkissen, Grabstein, Bergschuhe, Schieferplatten, Tattoo, Maske oder Smartphone ins Zentrum und entfalten ihre ästhetische, religionskultu...
Die evangelische Kasualkultur durchläuft seit einigen Jahren einen tiefgreifenden Wandel. Einerseits erodieren traditionelle Formen der Kasualpraxis, andererseits bleiben Kasualien wichtige Berührungspunkte mit Kirche. Das Kasualgespräch wurde als wichtiges Handlungsfeld meist vernachlässigt. Gerade hier dürfte jedoch der kulturelle Wandel einen deutlichen Abdruck hinterlassen haben. Der vorliegende Sammelband widmet sich erstmals auf empirischer Basis und aus unterschiedlichen kommentierenden Perspektiven der Frage nach den gegenwärtigen Formen und Funktionen von Kasualgesprächen.
Taufpraxis befindet sich im Umbruch. Viele Jahrhunderte von der Obrigkeit erzwungen, verliert sie heute zunehmend ihre soziale Absicherung. Taufe wird von einem selbstverständlichen Vollzug zu einer Option. Aus dieser Situation heraus liefert das Buch theologische Grundlagen der Taufe. Es werden neue Ansätze und Aufbrüche präsentiert, die die Bedeutung der Taufe für heutige Menschen verständlich machen. Konkrete Anregungen und Beispiele inspirieren für die eigene Taufpraxis. Auch werden Taufen erörtert, die besondere Anforderungen an Kirche stellen, so etwa im Umfeld schwieriger Geburten oder bei Taufbegehren von Menschen aus islamischen Herkunftsländern. Materialien zu den fünf Taufsymbolen Kreuz, Name, Wasser, Hand und Licht schließen den Band ab.
Das Schweizerische Jahrbuch für Kirchenrecht bzw. Annuaire suisse de droit ecclésial befasst sich mit der ganzen Breite des Kirchenrechts in der Schweiz. Herausgegeben wird es im Auftrag der Schweizerischen Vereinigung für evangelisches Kirchenrecht.
In unterschiedlichen disziplinären Perspektiven aus Philosophie, Rechtswissenschaft, alttestamentlicher und neutestamentlicher Exegese, Praktischer Theologie und Systematischer Theologie beziehen die Beiträge das kognitionswissenschaftliche Paradigma der Verkörperung auf Fragestellungen protestantischer Ekklesiologie. Leitende Voraussetzung ist dabei der Gedanke, dass Kirche als institutionell sichtbare Größe wie als religiöse Wirklichkeit nicht ohne den Horizont ihrer sozialen, personalen, medialen und kultischen Verkörperung adäquat zu denken ist. In diesen Verkörperungsformen ist sie nicht lediglich Ausdruck religiösen Selbst-, Raum- oder Gemeinschaftserlebens, sondern prägt di...