You may have to Search all our reviewed books and magazines, click the sign up button below to create a free account.
This volume offers the first comprehensive account of the monetary logic that guided the payment of wergild and blood money in early medieval conflict resolution. In the early middle ages, wergild played multiple roles: it was used to measure a person’s status, to prevent and end conflicts, and to negotiate between an individual and the agents of statehood. This collection of interlocking essays by historians, philologists and jurists represents a major contribution to the study of law and society in Western Europe during the early Middle Ages. Contributors are Lukas Bothe, Warren Brown, Stefan Esders, Wolfgang Haubrichs, Paul Hyams, Tom Lambert, Ralph W. Mathisen, Rob Meens, Han Nijdam, Lisi Oliver, Harald Siems, Karl Ubl, and Helle Vogt. See inside the book.
The creation of new lexical units and patterns has been studied in different research frameworks, focusing on either system-internal or system-external aspects, from which no comprehensive view has emerged. The volume aims to fill this gap by studying dynamic processes in the lexicon – understood in a wide sense as not being necessarily limited to the word level – by bringing together approaches directed to morphological productivity as well as approaches analyzing general types of lexical innovation and the role of discourse-related factors. The papers deal with ongoing changes as well as with historical processes of change in different languages and reflect on patterns and specific subtypes of lexical innovation as well as on their external conditions and the speakers’ motivations for innovating. Moreover, the diffusion and conventionalization of innovations will be addressed. In this way, the volume contributes to understanding the complex interplay of structural, cognitive and functional factors in the lexicon as a highly dynamic domain.
None
Innersprachliche Mehrsprachigkeit ist in Alltag und Schule präsent. Im Deutschunterricht spielt der Dialekt oft eine Doppelrolle: Denn zum einen ist Dialekt im Lernfeld Sprachbewusstsein etwa im österreichischen Lehrplan implizit als Unterrichtsthema verankert, was nicht nur sprachwissenschaftliche bzw. soziolinguistische Perspektiven eröffnet, sondern eine Reihe an kreativen Möglichkeiten und Materialien bietet. Dialekt kann darüber hinaus – neben seiner sozialen Funktion – aber auch Medium des Unterrichts sein, also Unterrichtssprache. Die Dialektverwendung im schulischen Kontext findet sich meist in einem Spannungsfeld zur Standardsprache und Lehrer:innen und Schüler:innen stehen ihr im Deutschunterricht oft ambivalent gegenüber. Das Potenzial der Beschäftigung mit dem Dialekt im (Deutsch-)Unterricht auszuloten, ist Thema dieses ide-Heftes.
Abschiede sind ein universelles Element der menschlichen Erfahrung, ihre situativen Ausprägungen und ihre kommunikative Gestaltung variieren jedoch stark. Die historisch-pragmatische und kulturanalytische Studie von Juliane Schröter ist dem Wandel des Abschiednehmens im 19. und 20. Jahrhundert gewidmet. Dargestellt werden die Geschichte des Abschiedsbegriffs, die Geschichte von Abschiedsgrüßen und umfangreicheren dialogischen Verabschiedungen, von Briefschlüssen und von ,Populärpoesie‘ zum Abschied. Dabei zeichnen sich in den detaillierten Analysen von Wörterbüchern, literarischen Abschiedsszenen, Anstandsbüchern, Originalbriefen, Briefstellern, Abschiedsgedichten etc. weitreichende übergreifende Wandeltendenzen ab. Diese deuten darauf hin, dass die kommunikative Kultur des Abschiednehmens nicht nur zutiefst von den Bedingungen menschlicher Kontakte geprägt ist, sondern sich auch selbst nachhaltig auf soziale Relationen und Strukturen auswirkt. Die Geschichte des Abschiednehmens erweist sich damit als essentieller Teil der Geschichte menschlicher Beziehungen.
Es handelt sich um das erste Handbuch zur Glossenkunde des Mittelalters. Von ausgewiesenen Fachleuten verfasst, führt das Werk ein in Gegenstand und Geschichte der Glossenforschung und bietet in einem umfassenden Dokumentationsteil einen Überblick über die glossierten Texte, über zeitliche und räumliche Verteilung der Glossenhandschriften sowie über die quantitativen Verhältnisse. Kodikologische und paläographische Aspekte der Glossen werden ausführlich behandelt, Textglossierung und Glossarglossierung teils exemplarisch, teils in Überblicken dargestellt, Grenz- und Übergangsbereiche zwischen Textglossierung und Glossaren, Glossen und anderen Einzelworteintragungen usw. diskutiert. Weitere Kapitel fassen die grammatische und lexikalische Auswertung der Glossen zusammen, ordnen die Glossenhandschriften den Schreiborten zu und bieten Ansätze zu einer Geschichte der Glossographie. Sachregister und Handschriftenregister erschließen das Werk, ein Gesamtliteraturverzeichnis bietet eine Bibliographie zur Glossenforschung.
Wie Motivation und Leistungsbereitschaft in heterogenen Klassen gesteigert werden kann Mit der Tendenz zur Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen sowie der Umsetzung von Inklusion steigt die Heterogenität in deutschen Klassenzimmern. Zugleich war und ist das Fach Deutsch seit jeher von ganz unterschiedlichen Anforderungen geprägt, die auf sehr heterogene Lernvoraussetzungen treffen. In kaum einem Fach ist es so schwer wie hier, einen einheitlichen Lernstand eines Kindes oder Jugendlichen zu bestimmen, der für die ganze Breite des Faches Gültigkeit besitzt. In diesem Praxisband wird zunächst eine Konzeption entwickelt, wie in (stark) heterogenen Lerngruppen individualisiert, differenz...
Die inflationäre Verwendung des Begriffs „Identität“ führt zu einer Verwischung des Sprachgebrauchs und einer fortschreitenden Metaphorisierung des Terminus. Diese Sinnkonstruktion – mit ihrem die Komplexität reduzierenden Charakter und ihrer gesellschaftlichen Aussagekraft – wird im vorliegenden Band in einer Reihe philologischer Einblicke von Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaftlern aus disziplin- und länderübergreifender Perspektive analysiert. Dabei wird die wechselseitige Beeinflussung von Sprache und Identität deutlich. Zudem kommen Forschungsdesiderate zu diesem mehrdimensionalen Problem zum Vorschein.