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This book builds upon and advances the comparative analysis of child protection systems that was conducted in the mid-1990s. Since the mid-1990s, however, much has changed in the realm of child welfare and how states define and deal with their responsibilities for children at risk. This book sets out to identify and analyse these changes and their implications, with a particular focus on assessing the extent to which the child protection and family service orientations continue to provide a helpful framework for understanding and comparing systems in different countries.
This book offers insights and perspectives from a study of “Cultural Encounters in Intervention Against Violence” (CEINAV) in four EU-countries. Seeking a deeper understanding of the underpinnings of intervention practices in Germany, Portugal, Slovenia and the United Kingdom, the team explored variations in institutional structures and traditions of law, policing, and social welfare. Theories of structural inequality and ethics are discussed and translated into practice.
How »family« is construed on a material and discursive level has gained increasing interest among educational and social work professionals. The contributors to this volume address that question in relation to the diverse everyday practices of »doing family« by its heterogeneous members. The contributions build a transdisciplinary bridge between research on family life on the one hand and research on the formatting of family in welfare state contexts on the other. Fundamental to this is a decentred and fluid understanding of family that conceives itself as a contested set of relational activities in people's everyday lives that are socially recognized as »familial«.
Seit ihren Anfängen befindet sich die Sozialpädagogik in einem Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle sowie zwischen Familie und Staat. Sie bekämpft soziale Ungleichheiten und zugleich reproduziert sie diese in der Adressierung von sozialen Problemlagen. Die hieraus resultierenden Schwierigkeiten und Konflikte konturieren sich historisch und feldspezifisch unterschiedlich und produzieren je spezifische Diskurse und Praktiken der Legitimation von Eingriffen. In diesem Band werden solche Diskurse und Praktiken differenziert betrachtet und theoretisch und empirisch reflektiert.
Familiale Gewalt gegen und Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen ist gegenwärtig verstärkt im Blick der öffentlichen, politischen und fachlichen Aufmerksamkeit. Daher gewinnen die Verständigungsprozesse über den Auftrag, den die für den Kinderschutz verantwortlichen Institutionen zu realisieren haben, an Relevanz. Im Rahmen der vom Forschungsprojekt »Familiale Gewalt: Brüche und Unsicherheiten in der sozialpädagogischen Praxis (UsoPrax)« ausgerichteten Fachtagung wurden insbesondere Handlungsformen von Professionellen im Allgemeinen Sozialen Dienst bei der Verdachtsabklärung von Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung sowie die Kooperation zwischen freien und öffentlichen Trägern in diesen Fällen beleuchtet. Die hier publizierten Beiträge der Fachtagung diskutieren die professionellen Dynamiken, Kulturen und strukturellen Bedingungen der Praxen, die Kinder vor Gewalt schützen sollen.
Welche Handlungsmethoden haben sich in der Sozialen Arbeit entwickelt und wie und wo finden sie in der Praxis Verwendung? Der Band bietet einen systematischen Überblick über die historische Entwicklung von Handlungsmethoden der Sozialen Arbeit und stellt die Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit und Beratung ausführlich vor. Neue Herausforderungen wie die Digitalisierung von Gesellschaft und die Überlegungen zur Zukunft von Handlungsmethoden zeigen, dass das Handeln von Fachkräften der Sozialen Arbeit immer in Bewegung ist.
Kooperation im Kinderschutz ist mehr als Multiprofessionalität – denn auch Eltern und Kinder sind Expert:innen. Wie Kinderschutzarbeit, die bei Familien ankommt, aussehen kann, verdeutlicht dieses Handbuch – in der Jugendhilfe und vielen anderen Praxisfeldern. Mit systemischer Perspektive und kooperationsorientierter Haltung zeigen die Autor:innen, wie einzelfallbezogene und fallunabhängige Arbeit im Dialog gelingt und wie das reflektierte aneinander Scheitern dabei hilft, gemeinsam gescheiter zu werden. Dieses Buch vermittelt einen facettenreichen, umfassenden Überblick über Grundlagen, Handlungsfelder, Methoden und Akteure im systemisch orientierten Kinderschutz. Zahlreiche interdi...
Im November 2007 kam es in Schwerin zu einem bundesweit aufsehenerregenden Kinderschutzfall. Dabei machte man insbesondere den im Jugendamt tätigen Fachkräften Schuldvorwürfe: Warum war es nicht möglich, den Tod der fünfjährigen Lea-Sophie zu verhindern? Das Buch zeichnet nach, wie es gemeinsam mit den am Geschehen beteiligten Fachkräften des Jugendamtes der Stadt Schwerin und ausgewählten Praxispartnern unter Beteiligung der Familienmitglieder des verstorbenen Kindes gelang, den Fall mit der Methode des dialogisch-systemischen Fall-Labors zu rekonstruieren und daraus Lehren für die Kinderschutzarbeit zu ziehen.
Der Kinderschutz ist eine herausfordernde Aufgabe in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Wir begegnen hier häufig Kindern und Jugendlichen, die unsicher gebunden sind und sich auf den ersten Blick "auffällig" zeigen. Viele dieser Kinder sind von Vernachlässigung, Gewalt oder Missbrauch betroffen. Den Spagat zwischen dem Schutz des Kindes und der Einbeziehung der Eltern zu meistern, ist in diesen Fällen eine herausfordernde Aufgabe, die besondere Fähigkeiten und Spezialwissen erfordert. Für ihre Arbeit mit den jeweiligen Familien stellt Anja Thürnau den Fachkräften eine konsequente Verbindung von Kinderschutz und systemischer Denkweise an die Seite – mit dem Ziel, nicht an den Kindern und Jugendlichen vorbei zu agieren, sondern sie wirksam zu stärken und die Eltern mit in die Kommunikation und somit "ins Boot" zu holen. Dabei nimmt sie besonders die Kinder psychisch kranker Eltern in den Blick. Der hieraus entstandene Kinderschutzkompass vermittelt systemische Grundannahmen, Haltungen und Methoden, aber gleichzeitig auch wirksame Praktiken der Selbstfürsorge und unterfüttert diese mit zahlreichen Fallbeispielen aus der Kinderschutzpraxis.
In Organisationen der Kinderschutzarbeit können latente Fehler schwere Folgen nach sich ziehen, wenn sie nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. Erstmals im deutschsprachigen Raum geht diese Studie deshalb der Frage nach, welche Auswirkungen die im Kinderschutz immer wichtiger werdenden und dem Sicherheitsprimat unterliegenden Fehlerdiskussionen und -konzepte auf die organisationale Praxis der Kinderschutzeinrichtungen haben. Auf Grundlage einer qualitativen Evaluationsstudie zeigt Kay Biesel, wie die Jugendämter der Städte Schwerin und Dormagen mit ihren Fehlern im Kinderschutz umgehen.