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During the last 30 years, the governments of many Western countries have repeatedly called for an end to welfare. While the virtue of this goal and the means of achieving it continue to be debated in politics, much of contemporary social science research assumes that, in fact, the end of the welfare state has already occurred. The authors of this volume hope to contribute to a clearer understanding of how, where and to what extent welfare state settings really have changed since the 1980s. Their work examines questions of change and continuity while exploring various welfare practices in the Western world.
Dieser Band stellt die Ergebnisse des ersten umfassenden Fehlerforschungs- und Qualitätsentwicklungsprojekts im kommunalen Kinderschutz in Deutschland vor. Die AutorInnen zeigen auf, welche Bedingungen zu professionellen Fehlschlägen im Kinderschutz führen können und wie man im Dialog mit allen Akteuren aus diesen Fehlern lernen kann.
Seit ihren Anfängen befindet sich die Sozialpädagogik in einem Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle sowie zwischen Familie und Staat. Sie bekämpft soziale Ungleichheiten und zugleich reproduziert sie diese in der Adressierung von sozialen Problemlagen. Die hieraus resultierenden Schwierigkeiten und Konflikte konturieren sich historisch und feldspezifisch unterschiedlich und produzieren je spezifische Diskurse und Praktiken der Legitimation von Eingriffen. In diesem Band werden solche Diskurse und Praktiken differenziert betrachtet und theoretisch und empirisch reflektiert.
Die grundlegenden Veränderungen von Wohlfahrtsstaat und Kapitalismus schlagen sich in der EU insbesondere im Alltag junger Erwerbsloser nieder. Christoph Gille untersucht, wie junge Menschen in Spanien und Deutschland trotz der Restriktionen, die damit verbunden sind, Handlungsfähigkeit in ihrem Alltag herstellen. Dazu entwickelt er in der Tradition der Wohlfahrtsstaatenforschung „von unten“ ein akteursbezogenes Verständnis des jeweiligen nationalen Kontextes. Deutlich werden so die Effekte der unterschiedlichen Sozialstaaten, aber auch die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Ländern, und damit der transnationale Charakter der andauernden wohlfahrtskapitalistischen Transformation.
Familiale Gewalt gegen und Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen ist gegenwärtig verstärkt im Blick der öffentlichen, politischen und fachlichen Aufmerksamkeit. Daher gewinnen die Verständigungsprozesse über den Auftrag, den die für den Kinderschutz verantwortlichen Institutionen zu realisieren haben, an Relevanz. Im Rahmen der vom Forschungsprojekt »Familiale Gewalt: Brüche und Unsicherheiten in der sozialpädagogischen Praxis (UsoPrax)« ausgerichteten Fachtagung wurden insbesondere Handlungsformen von Professionellen im Allgemeinen Sozialen Dienst bei der Verdachtsabklärung von Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung sowie die Kooperation zwischen freien und öffentlichen Trägern in diesen Fällen beleuchtet. Die hier publizierten Beiträge der Fachtagung diskutieren die professionellen Dynamiken, Kulturen und strukturellen Bedingungen der Praxen, die Kinder vor Gewalt schützen sollen.
In Organisationen der Kinderschutzarbeit können latente Fehler schwere Folgen nach sich ziehen, wenn sie nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. Erstmals im deutschsprachigen Raum geht diese Studie deshalb der Frage nach, welche Auswirkungen die im Kinderschutz immer wichtiger werdenden und dem Sicherheitsprimat unterliegenden Fehlerdiskussionen und -konzepte auf die organisationale Praxis der Kinderschutzeinrichtungen haben. Auf Grundlage einer qualitativen Evaluationsstudie zeigt Kay Biesel, wie die Jugendämter der Städte Schwerin und Dormagen mit ihren Fehlern im Kinderschutz umgehen.
Soziale Arbeit studieren Diese kritischsystematische Einführung gibt Studierenden einen Überblick zum Themenfeld Theorien der Sozialen Arbeit. Die Autoren ermuntern zu einer differenzierten und analytischen Auseinandersetzung mit dem aktuellen Theoriediskurs, bei dem neben dem Aussagegehalt der Theorien der Sozialen Arbeit vor allem ihre Plausibilisierungsstrategien sowie deren Grenzen im Mittelpunkt stehen.
Nicht nur in der Medizin, auch in der Sozialen Arbeit muss mit Risiken, Fehlern und Nebenwirkungen gerechnet werden. Viele soziale Situationen und Entscheidungen weisen Ambivalenzen auf und sind nicht plan- und steuerbar. Das Buch versammelt Ansätze zu einem produktiven Umgang mit Fehlern und trägt so zur Entwicklung einer reflektierten Professionalität in der Sozialen Arbeit bei.
Verbesserung des Kinderschutzes Jugendliche Selbstmelder*innen, die sich in einer persönlichen Not- und Konfliktlage befinden, nehmen ihren gesetzlichen Anspruch auf Beratung durch das Jugendamt lediglich zu einem geringen Teil wahr. Die Gründe dafür sind vielfältig und kaum untersucht. Eine qualitative Befragung unter jugendlichen Selbstmelder*innen benennt nun Hintergründe, sich auf eigene Initiative an den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamts zu wenden: begünstigende und erschwerende Faktoren Auslöse- und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung Kenntnisstand der Jugendlichen zu Kinder- und Jugendrechten Ängste und Vorurteile gegenüber dem Jugendamt Das Resultat der Studie sind konkrete Verbesserungsansätze für die beteiligten Akteur*innen im Kinderschutz: Jugendamt, Schule und Öffentlichkeit. In dem Buch Vom Jugendamt zum YOUgendamt werden die Ergebnisse ausführlich dargestellt.
Kinderschutz ist zu einem vieldiskutierten und hoch umstrittenen Thema geworden. Das Stadtjugendamt Erlangen hat sich zusammen mit dem Kronberger Kreis für Dialogische Qualitätsentwicklung e.V. der fachlichen Herausforderung gestellt, ein Qualitätskonzept kommunaler Kinderschutzarbeit zu entwickeln, das in diesem Band vorgestellt wird. Es werden Grundorientierungen und Kernprozesse der Kinderschutzarbeit herausgearbeitet, die deutlich machen, wie Jugendämter ihre Kinderschutzaufgaben als Hilfe und Unterstützung wahrnehmen können.